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2x10 - ??? | Fallout

Erstellt von Burning, 16.12.2016, 15:09 Uhr · 4 Antworten · 883 Aufrufe

  1. #1
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    Standard 2x10 - ??? | Fallout

    Tagomi enlists Kido in a deception to save Japan from destruction. As Smith's life crumbles around him, he makes a dangerously bold play to hold onto his power. Joe tries to do the right thing but suffers the ultimate betrayal. Juliana must make a heart-wrenching choice that will shape the future of the world.

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  2.  
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  3. #2

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    Standard

    Staffel-Fazit ohne Handlungsspoiler:

    Auch die zweite Staffel war im Endeffekt wieder sehr gut, wenngleich auch schwächer als die erste Staffel. Nach einer wirklich starken und vielversprechenden Auftaktfolge hat man die Handlung sehr entschleunigt, was irgendwann mal dazu geführt hat, dass die ziemlich dahingeplätschert ist. Schlecht und langweilig war es zwar nie, denn dazu war diese alternative Welt/Geschichte vom Grundsatz her nach wie vor interessant und spannend genug, um sehen zu wollen wie es weitergeht, aber bis zum letzten Drittel hat es sich doch ein bisschen gezogen, weil einfach sehr wenig passiert ist bzw man sehr viel Zeit aufgewendet hat, um die finalen Folgen aufzubauen. Was ja an sich nicht verwerflich ist, aber ein bisschen mehr Zug hätte da ruhig drin sein dürfen, zumal die Folgen ja alle 60 Minuten gedauert haben, was sich im Mittelteil doch sehr bemerkbar gemacht hat.
    Zudem kam, dass einige Handlungsstränge einzelner Charaktere zu auseindergedriftet sind, so dass die Serie nicht mehr so fokussiert war wie noch in Staffel 1. Zumal 2 dieser Geschichten ein bisschen unnütz bzw als Lückenfüller schienen, wobei sich die eine dann wirklich als genau das herausgestellt hat, während die andere, die ich langweilig fand, am Ende doch noch enorm wichtig wurde und somit ihren Zweck erfüllt hat.

    Was mich überrascht hat war, wie wenig man sich mit dem Man in the High Castle in dem Mystery-Element beschäftigt hat. Ersterer war zwar unterschwellig stets Thema, doch so richtig stark in den Fokus gerückt ist er eigentlich nur im Staffelaufauftakt und in den letzten 5 Minuten. Und das Mystery-Element, dass im letzten Staffel-Finale noch für den Wow-Effekt gesorgt hat, wurde nicht mal annähernd so beleuchtet wie ich das erwartet/gehofft hatte. Zwar gibt es in jeder Folge Szenen, die in unserer Welt spielen, doch die waren eher familiärer Natur und bis auf das, was letztendlich daraus mitgenommen wurde, nicht sonderlich interessant. Fand ich zu Beginn zwar gut, dass man sich nicht sofort und vollends aufs Mystery-Element stürzt, aber etwas mehr wäre schlussendlich dann doch wünschenswert gewesen.
    So ging es in der zweiten Staffel dann, genau wie in der ersten Staffel auch, überwiegend um das Leben in dieser alternativen Welt, dem zunehmend unangenehmer werdenden politischen Klima zwischen den Nazis und Japan sowie dem Widerstand. War alles gut erzählt und im letzten Drittel hat sich auch alles massiv ausgezahlt und war sehr packend und aufregend, aber der Weg dahin war wie gesagt ein bisschen dahinplätschernd wenngleich wie gesagt nie uninteressant oder langweilig (mal abgesehen von einer Folge). Dass die Serie das Tempo nicht erfunden hat weiß man ja von Staffel 1, aber ein das Gaspedal hätte man wegen mir gerne öfter mal dezent benutzen können.
    Was mir wieder sehr gut gefallen hat war der Detailreichtum, sei es durch ein deutsches Lied auf einer Beerdigung, ein Hakenkreuz auf einer Telefonzelle oder dass man einfach nur beim Anstoßen "Prost" sagt, denn dadurch wurde sehr gut spürbar, dass diese Welt in dieser Serie wirklich existiert. Fand ich klasse, dass man da auf soviel geachtet hat. Und auch, dass man bei den Szenen in Berlin, von der es in dieser Staffel reichlich gab, fast nur deutsch geredet hat.

    Schauspielerisch muss man, wie auch schon in Staffel 1, Rufus Sewell als Obergruppenführer John Smith hervorheben, den seinen Charakter mit all seinen Graustufen abermals absolut genial gespielt hat, jede einzelne Szene von ihm war großartig. Der gesamte Cast, den man bereits kennt, hat auch wieder einen guten Job gemacht. Und was die Neuzugänge angeht wars amüsant zu sehen, dass (neben Tate Donovan) der halbe Cast von "Battlestar Galactica" dabei war in Form von Callum Keith Rennie und Michael Hogan.


    Folgen-Bewertung:

    2x01 => 4/5
    2x02 => 3/5
    2x03 => 3/5
    2x04 => 3/5
    2x05 => 4/5
    2x06 => 2/5
    2x07 => 3/5
    2x08 => 4/5
    2x09 => 4/5
    2x10 => 5/5

    => Staffel-Bewertung => 7/10



    Achtung, Handlungsspoiler über die komplette Staffel jetzt!

    - Was ich ziemlich langweilig fand die meiste Zeit waren die Szenen von Joe in Berlin, nachdem er Smith den Film übergeben hat. Die ganze Sache mit Heusmann als sein Vater und dass er Teil eines Herrenrasse-Zuchtprogramms namens "Lebensborn" war fand ich alles andere als interessant, erst recht als er diese Nicole getroffen hat und in dekadente "Lebensborn"-Gesellschaft eingeführt worden ist. Aber letztendlich war es dann doch nicht so unnütz wie es schien.

    - Gänzlich unnütz hingegen der Kunstfälschungsplot, der entstanden ist, als Frank einen Deal mit den Yakuza eingegangen ist, damit er Ed aus der Folterkammer der Kempeitai bekommt. Zugegeben, es gab etliche amüsante Szenen zwischen Childan und Ed&Frank, weil die beiden sich absolut nicht ab konnten, aber im Endeffekt war die ganze Handlung ziemlich unnütz und wurde zudem noch ziemlich einfach gelöst, als Kido einfach den Yakuza-Boss erschießen lässt und sie somit alle fein raus waren.

    - Die Handlung um Juliana war da schon wesentlich besser, wenngleich auch sie mit einem zu langem Aufbau zu kämpfen hatte, nachdem sie am Ende der zweiten Folge in der deutschen Botschaft in San Francisco um Asyl gebeten hat, weil sie von den Japanern und der Resistance verfolgt wurde. Ihr geheimer Auftrag, sich bei den Smith' einzuschleusen und Informationen zu sammeln sowie Smith' Plan, sie zu benutzen, den Man in the High Castle zu finden, war zwar immer interessant und spannend, aber die ganzen Kaffeekränzchen mit Helen und deren Freundinnen haben sich irgendwann viel zu sehr gezogen.. Ist immer geschwankt zwischen Kaffeetratsch und Treffen mit Tate Donovan, um zu besprechen war sie tun soll, was sie aber nicht tun will.

    - Damit verbunden war der Plot um Smith' kranken Sohn, den sie unbedingt geheimhalten wollten, damit er nicht in die Gaskammer kommt. Juliana erfährt davon und tötet am Ende Donovan, als er das Wissen gegen Smith ausspielen will. Fand ich ein bisschen zu heftig, dass sie ihn gleich erschießt, aber gerade Thomas hat sie ins Herz geschlossen, also dann doch verständlich Ironie des Schicksals natürlich, dass Thomas ein Nazi durch und durch ist und sich am Ende selber abholen lässt.

    - Die ganze Handlung rund um die Resistance war natürlich immer interessant und spannend. Was ich sehr gut fand war dass die nicht als Helden dargestellt wurden sondern auch mächtig Dreck am Stecken hatten, was man bereits zu Beginn sehr deutlich gesehen hat, als sie Juliana umbringen wollten und das auch im Verlauf der Staffel immer wieder versucht hat, bis man schließlich ihren Nutzen erkannt hat... nur um sie am Ende doch wieder töten zu wollen. Callum Keith Rennie als der Anführer der Resistance hat da perfekt in diese zwielichtige Rolle gepasst, da hätten sie keinen besseren casten können.
    Dass Frank zunehmend in die Resistance involviert wird, auch wenn er es erst nicht wollte, war klar nachdem was die Kempeitai seiner Schwester und deren Kindern in der ersten Staffel angetan kann. Somit auch klar, dass er sich am Ende dazu bereit erklärt, das Bombenattentat auf die japanischen Offiziere durchzuführen, dass nur Kido überlebt. Frage ist, ob Frank und Sara auch dabei umgekommen sind wie alle anderen? Ihre Leichen wurden zwar nicht gezeigt aber ich gehe dennoch davon aus, dass sie nicht lebend rausgekommen ist. Wäre ein guter Schritt, sollte man das wirklich durchziehen. Aber da Abendsen Juliana am Ende eine lebende Trudy präsentiert werden wohl auch Frank und Sara noch leben. Besser fände ich es natürlich wenn nicht, wäre schon arg unglaubwürdig bei dieser mächtigen Explosion

    - Wie gesagt nahm die Staffel im letzten Dritten gehörig Fahrt auf, als Hitler gestorben ist, womit sich in Deutschland eine neue Führung formiert hat und der Kalte Krieg zwischen Nazi-Deutschland und Japan auf einmal sehr sehr heiß wurde, weil Heusmann, der zum vorübergehenden Kanzler ernannt wurde, sofort den japanischen Teil in den USA sowie Japan selbst mit Atombomben bewerfen wollte. 20 Mio Tote und totale Kapitulation war sein Plan und alle waren dabei. Krass die Szene, als sie den Angriff planen und Joe erkennt, was das für Auswirkungen hat. Somit hatte Joe's Handlung letztendlich doch Sinn, weil er durch seine Position nun soviel Macht hatte, um Smith, der von Kido/Tagomi einen Film aus unserer Realität erhalten hat, der zeigt wie zerstörerisch das Ausmaß einer Atomexplosion ist, zu Heusmann zu bringen, damit dieser diesen Film sieht. Am Ende bringt Smith Himmler dann auch noch Beweise, dass Heusmann der Verschwörer und Hochverräter ist, der für den Anschlag auf den japanischen Kronprinzen sowie der Ermordung Hitlers zuständig ist, was er so verkaufen wollte als ob die Japaner hinter allem stecken, um einen Krieg anzuzetteln. Somit wurde am Ende der Krieg verhindert und Smith in einer beeindruckenden Szene vor halb Nazi-Deutschland von Himmler geehrt. Also wie gesagt packendes letztes Drittel, womit sich der schleppende Aufbau bis dahin dann doch gelohnt und die Staffel wieder sehr sehenswert gemacht hat.

    - Tagomi in unserer Welt und wie er dort lernt, was in den USA abgeht in der Zeit mit der Kubakrise etc (wodurch er dann letztendlich den Atomtestfilm mit in seine Welt bringt) war anfangs sehr interessant, allerdings drehte sich seine Geschichte dann nur noch um seine entfremdete Familie. Das war mir alles viel zu lang und wurde zunehmend uninteressanter, weil klar war, dass er sich letztendlich dazu entscheiden würde, wieder in seine Welt zu gehen. Witzig hierbei, dass Juliana seine Schwiegertochter war. Aber halt wie gesagt enttäuschend, dass man aus dem Mystery-Element und der Entdeckung unserer Realität nicht mehr rausgeholt hat.

    - Und was es nun mit den Filmen und woher der Man in the High Castle diese nun hat ist auch weiterhin offen. Ebenso, woher er weiß, wie er alle so beeinflussen musste, damit das, was auf einigen Filmen zu sehen war, nämlich die Zerstörung San Francisco's durch eine Atombombe, nicht eintreten wird?

  4. #3
    Benutzerbild von Burning

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    Standard

    Klingt so als würde man merken, dass teilweise ohne Showrunner produziert wurde, bzw. komplett ohne, wer weiß das schon. Ich hatte leider noch keine Zeit mit der zweiten Staffel anzufangen, was sich zwischen Weihnachten und Neujahr aber hoffentlich ändert.

  5. #4

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    Standard

    Zitat Zitat von Stampede Beitrag anzeigen
    Was mich überrascht hat war, wie wenig man sich mit dem Man in the High Castle in dem Mystery-Element beschäftigt hat. Ersterer war zwar unterschwellig stets Thema, doch so richtig stark in den Fokus gerückt ist er eigentlich nur im Staffelaufauftakt und in den letzten 5 Minuten. Und das Mystery-Element, dass im letzten Staffel-Finale noch für den Wow-Effekt gesorgt hat, wurde nicht mal annähernd so beleuchtet wie ich das erwartet/gehofft hatte. Zwar gibt es in jeder Folge Szenen, die in unserer Welt spielen, doch die waren eher familiärer Natur und bis auf das, was letztendlich daraus mitgenommen wurde, nicht sonderlich interessant. Fand ich zu Beginn zwar gut, dass man sich nicht sofort und vollends aufs Mystery-Element stürzt, aber etwas mehr wäre schlussendlich dann doch wünschenswert gewesen.
    Genau das wird möglicherweise der Grund sein, dass ich mir die Staffel nicht ansehen werde. Alles andere klingt nach deiner Beschreibung nicht so, dass ich da besonders scharf drauf sein müsste.

  6. #5
    Benutzerbild von Noone

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    Standard

    Habe endlich auch die zweite Staffel geschaut. Vor allem durch die erste Hälfte musste ich mich arg kämpfen. Der Mystery-Anteil wurde stark zurückgeschraubt, auch politisch gesehen stagnierte es lange...stattdessen haben haben wir verschiedene Handlungsstränge gesehen, die lange Zeit nichts miteinander zu tun hatten und eher Familiendrama mit leicht soapigem Touch waren. Also das hat mir nicht so richtig gefallen, das war doch irgendwie recht lahm. Das letzte Staffeldrittel entschädigt dafür dann aber im Prinzip. Vor allem die letzten drei Folgen waren der Knaller. Mit dem Tod Hitlers kam wieder Bewegung ins Politische, die Verschwörung nimmt ungeahnte Wendungen, es wurde richtig spannend! Die letzten Folgen fand ich wieder richtig klasse!

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