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  1. #1
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    Standard Desozialisierung der Bundys



    Hallo zusammen!

    Seit Jahren bereits sehe ich immer mal wieder "Eine schrecklich nette Familie". Der Zufall wollte es, dass ich scheinbar immer nur spätere Folgen zu Gesicht bekam. Jetzt erstmalig habe ich einige der frühen gesehen und war etwas überrascht. Irgendwie scheinen die Protagonisten dort noch wesentlicher humaner, ja manchmal gar freundlich miteinander umzugehen. Klar, die Bundys sind auch da schon ziemlich assig. Aber im Vergleich zu späteren Episoden scheinen sie doch wenigstens ansatzweise so etwas wie ein (soziales) Gewissen zu haben. Meine Frage: Warum und wann genau werden die Bundy so richtig asozial?

  2. #2
    Sonderbare Schwuchtel Benutzerbild von Westheim
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    Standard RE: Desozialisierung der Bundys

    Ich seh´s grad gelegentlich und hab auch den Übergang vom Ende zum Anfang gemerkt. Die erste Staffel geht noch so, aber ab der zweiten kommen sie dann richtig runter, dann gibt es auch kein Essen mehr.

    Dann gab es noch die Hausfrau aus Illinois, die gegen die Serie geklagt und verloren hat - während der 3. Staffel. Sie fand die Darstellung der Frauen in der Serie entwürdigend. Wieso denn eigentlich?

  3. #3
    Walking On A Dream
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    Standard RE: Desozialisierung der Bundys

    Ich finde, dass es ab Staffel 4 so richtig assi wird. Und ab diesem Zeitpunkt wird die Serie auch erst so richtig gut, finde ich.

    Es braucht halt eine Weile, bis eine Serie in Routine ablaufen kann. Und ESNF ist nun mal die routinierteste Sitcom die ich je gesehen habe. Alles wird ab Staffel 4-5 sehr stereotyp, und das muss man sich erstmal aufbauen.
    Die assige Ideologien war, denke ich, bei den Bundys immer vorhanden, jedoch trauten sich Autoren und Produzenten zu Beginn noch nich allzu hart ranzugehen. Sie testeten die Grenzen immer mehr aus, bis man eben diese Stereotypen gefunden hat (Bud´s Gummipuppen ließen sich zudem schlecht in den ersten Staffeln integrieren, da er ja damals 13 oder so war).

    Dass sich einige Frauen über diese Sitcom aufregen halte ich für äußerst dumm, da es ja wohl eindeutig die Männer sind, die in der schrecklich netten Familie ihr Fett wegkriegen. Sie sind diejenigen die eigentlich diskriminiert und karikiert werden.

    Also ein Hoch auf die Primitivismus der Männer, denn ohne ihn hätte es die Bundy´s nie gegeben.

  4. #4
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    Standard RE: Desozialisierung der Bundys

    Na ja, die Frauen werden ja nun auch nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Ein blondes Dummchen das mit jedem ins Bett geht, eine stinkfaule, schadenfrohe Ehefrau und eine komplexbeladene Feministin mit kleinen Titten. Aber als frauenfeindlich würde ich die Serie auch nicht ansehen. Sie zieht einfach gnadenlos alles und jeden durch den Kakao – auch die Männer, die in vielen Episoden ja als absolute Volldeppen hingestellt werden. Man denke da nur an die Folge, in der Al mit seinen Kumpels die Satellitenschüssel auf dem Dach installiert, während ihre Ehefrauen wetten, welcher Mann als nächstes vom Dach fällt. Die Charaktere sind einfach allesamt maßlos überzeichnete Karikaturen. Das ist in den frühen Folgen scheinbar noch nicht so. Da ist immerhin noch eine gewisse Ähnlichkeit zu normalen Familiensitcoms erkennbar. Auf mich, dem diese Folgen bisher nicht bekannt waren, wirkt das einerseits seltsam, andererseits aber auch irgendwie angenehm erfrischend. In den älteren Folgen ist mir manchmal zu viel billiger Klamauk.
    Vielleicht wurde die Sendung auch deshalb so radikal und maßlos, um sie von anderen Sitcoms abzusetzen und ihr Einzigartigkeit zu verleihen.

  5. #5
    Walking On A Dream
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    Standard RE: Desozialisierung der Bundys

    Original von Suchender
    Na ja, die Frauen werden ja nun auch nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Ein blondes Dummchen das mit jedem ins Bett geht, eine stinkfaule, schadenfrohe Ehefrau und eine komplexbeladene Feministin mit kleinen Titten.
    Letztendlich ist es eben eine Parodie auf den American Dream, der ja nun auch sehr euphemistisch im Genre der 80´s Sitcom zelebriert wurde. Da muss natürlich alles verarscht werden.

    Original von Suchender
    Sie zieht einfach gnadenlos alles und jeden durch den Kakao – auch die Männer, die in vielen Episoden ja als absolute Volldeppen hingestellt werden. Man denke da nur an die Folge, in der Al mit seinen Kumpels die Satellitenschüssel auf dem Dach installiert, während ihre Ehefrauen wetten, welcher Mann als nächstes vom Dach fällt.
    Und eben hier sind die Frauen ja eigentlich die intelligenteren Wesen, da sie wissen, wie man welche Reize/Vorteile einzusetzen hat um daraus Profit zuschlagen. So zum Beispiel Kelly, die nach ihrem Vorbild Peg mit wenig Aufwand die Männer ausnutzen kann. Insofern sind die doch relativ clever. Und die Männer (verkörpert durch Al) werden immer die Loser sein. Und daraum geht es ja auch. Al Bundy wird immer verlieren.

    Original von Suchender
    Die Charaktere sind einfach allesamt maßlos überzeichnete Karikaturen. Das ist in den frühen Folgen scheinbar noch nicht so. Da ist immerhin noch eine gewisse Ähnlichkeit zu normalen Familiensitcoms erkennbar.
    Was daran liegt, dass sich Anfang der 90er, bedingt durch Seinfeld, ein Großteil der US-Sitcoms geändert haben. Seinfeld führte ja erstmals die Parallelhandlung ein, sprich einige Charaktere erleben unabhängig voneinander ihre Stories, am Ende wird alles zusammengeführt. Vor Seinfeld lief es eher so ab, dass eine zentrale Figur ein "Abenteuer" erlebte, und somit die Geschichte allein ausfüllt. Nebencharaktere waren eben damals NEBEN-charaktere, die höchstens ein Familienbild komplettieren und ab und an mal ein Witz reißen durften. Diese Entwicklung der Storyline sieht man bei ESNF sehr gut, ebenso bei Roseanne oder Cheers, eben alles Sitcoms, die in den 80ern starteten und die Sitcom-Wende Anfang der 90er miterlebten.

  6. #6
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    Standard RE: Desozialisierung der Bundys

    Original von Dr. Spence Kovak
    Und eben hier sind die Frauen ja eigentlich die intelligenteren Wesen, da sie wissen, wie man welche Reize/Vorteile einzusetzen hat um daraus Profit zuschlagen. So zum Beispiel Kelly, die nach ihrem Vorbild Peg mit wenig Aufwand die Männer ausnutzen kann. Insofern sind die doch relativ clever.
    Na, ich weiß nicht. Das würde doch eher für die These der Feministinnen sprechen, die Serie sei frauenfeindlich. Botschaft: Da Frauen zu dumm und/oder zu faul sind selbst ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, nutzen sie ihre Reize um sich von Männern parasitär aushalten zu lassen. Verengt-patriarchalischer kann eine Sichtweise doch wohl kaum sein.
    Bei mir kommt das aber auch gar nicht so an. Ich finde eher, dass gerade das Scheitern dieses Lebensmodells vorgeführt wird. Die klassische Rollenverteilung wird ad absurdum geführt, beide Ehepartner sind in ihrem Bereich komplette Versager. Weder der "Ernährer der Familie" noch die "Hausfrau und Mutter" füllen ihre Rollen auch nur halbwegs gut aus. Und Kelly? Die hat letztendlich ja auch nie Glück mit den Kerlen und wird vermutlich noch mit 30 bei Mama und Papa wohnen. Zudem sollte man die D'Arcys nicht vergessen, bei denen genanntes Klischee ja geradezu ins Gegenteil verkehrt wird.

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