5×09 – Am Ende des Regenbogens | Anything In Common

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  • #253536
    Westheim
    Mitglied

    Justin findet heraus, dass seine Mutter einen jungen Liebhaber namens Tucker hat. Auf der Ausstellungseröffnung in Lindsays Galerie trifft er auf ihn und macht ihm vor versammelter Mannschaft eine Szene. Ted möchte – trotz seines Erfolges bei den Männern – endlich sesshaft werden. Als er den jüdischen Urologen Adam kennenlernt, sieht er sich schon am Altar stehen. Doch leider ist Ted kein Jude. Drew, der weiterhin von Fotografen belagert wird, plant sein ‚Coming Out‘ …

    Quelle: ProSieben

    #368687
    dayzd
    Mitglied

    Großartige Episode, die ganz im Zeichen der Dramatik stand. Man merkte an manchen Stellen auch, dass es langsam aufs Serienfinale zugeht und die Stories dementsprechend konzipiert wurden. Man weiss zwar nicht, was storytechnisch noch passieren wird, aber man fühlt, dass da noch was Gewaltiges kommen wird. Man fühlt am eigenen Leibe, dass die letzten vier Episoden alles bisherige in den Schatten stellen werden.

    Brian und Michael redeten immer noch nicht miteinander, weswegen Debbie versuchte zwischen den beiden Männern zu vermitteln. Bei Michael erreichte sie leider nichts, jedoch bei Brian. Die Unterhaltung zwischen Brian und Debbie war brillant. Ich musste sie mir mehrere Male anschauen, besonders weil Debbie bei Brian genau den Kern des Problems traf. Der Kerl war nicht sauer, dass Michael sich mit Ben ein Haus kaufte, sondern dass Michael sich weiterentwickelte und ihn seiner Meinung nach verließ. Brian riss sich zusammen und versuchte sich bei Michael für sein Verhalten zu entschuldigen. Da dachte man, dass die Freundschaft wieder gekittet wäre, aber dem war es nicht so. Michael erteilte Brian eine harte Abfuhr, die mich schockte. Damit hätte ich absolut garnicht gerechnet, besonders Michaels Aussage „The Brian und Mikey Show is over“ war ein heftiger mentaler Seitenhieb. Ich war genauso fassungslos wie Brian. Das war grandioses Drama. Das absolute Highlight war Brians Traum. Brian träumte, dass Michael ins Babylon kam und sich nach einem kurzen Wortwechsel wieder mit ihm vertrug. Da war sowas von wunderschön und ich freute mich so sehr, aber dann traf es mich hart, als sich herausstellte, dass Brian dieses Szenario nur träumte. Eine Gänsehaut bereitete mir die musikalische Untermalung mit dem Lied „Sacred Stones“ von Sheila Chandra. Die Musik passte perfekt zu Brians Traum und berührte mein Herz mit diesen wundervollen, unvergesslichen Klängen und der Stimme der Sängerin. Die Story mit Brian und Michael war herausragendes Drama mit intensiven, tiefgründigen und vor allem unvergesslichen Momenten.

    Die sexlose Phase bei Ben und Michael, die durch Hunters Weggang erzeugt wurde, fand eindeutig ihr Ende. Das Paar praktizierte in der Küche hemmungslosen Sex, als würde die Welt untergehen und dann klingelte es dummerweise an der Tür. Die Sequenz war lustig, als Michael seinen Schatz an die Tür rief und die Ladies entsetzt waren, dass Michaels Schatz ein Mann war und keine Frau. Die Freundschaft zwischen Melanie und Michael wurde anscheinend wieder hergestellt. Es war schön zu sehen, dass die beiden sich wieder toll verstanden und mit Jenny Rebecca im Kinderwagen spazieren gingen.

    Drew outete sich vor laufender Kamera und bewies den Zuschauern, dass er wirklich schwul ist, indem er Emmett küsste. Was für ein Ding. Diese Sendung wird die schwule Welt nicht mehr vergessen. Die Unterhaltung zwischen Drew und Emmett nach diesem großen Ereignis war auf dramatischer Ebene richtig klasse, als Drew offen und ehrlich Emmett erzählte, wie er sich nach dem Outing allgemein fühlte. Tolle Inszenierung. Die Freude über das Outing hielt nicht lange an. Drew wurde suspendiert, da der Coach der Meinung war, dass es zu Drews eigener Sicherheit besser ist, da die Teammitglieder ihm sonst körperlich etwas antun würden. Die Storyline mit Drew Boyd bleibt weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Es war von den Autoren eine sehr gute Entscheidung Drew Boyd zurückzuholen und die Storyline mit ihm und Emmett fortzusetzen.

    Bei Lindsay und Melanie ging es ordentlich zur Sache, sowohl psychisch als auch physisch. Es war Psychoterror vom Feinsten. Lindsay äußerte Melanie gegenüber, dass die häusliche Trennung nicht mehr funktioniert und schlug vor das Haus zu verkaufen. Melanie wurde wütend und schmiss eine Vase zu Boden. Da wurde auch Lindsay sauer und schon ringten die Frauen miteinander. Die ganzen aufgestauten Gefühle der letzten Monaten wurden freigelassen. Zwischen all diesen gewalttätigen Aktionen kamen sie sich leidenschaftlich näher und hatten hemmungslosen, aggressiven Sex auf dem Tisch. Die Mischung aus Wut, Ärger, Leidenschaft und Liebe konnten Thea Gill und Michelle Clunie großartig darstellen. Brillante Inszenierung und Schauspielkunst. Das war niveauvolles Drama und war keineswegs soapisch oder klischeehaft. Dieses Szenario gehört zu den besten Momenten, die Lindsay und Melanie je bisher hatten.

    Ted lernte den jüdischen Adam Bernstein kennen und verbrachte eine tolle Zeit mit ihm. Als Adam jedoch herausfand, dass Ted nicht beschnitten ist und demnach kein Jude ist, gab er ihm den Laufpass. Die Story war zur Abwechslung ganz gut, aber mehr auch leider nicht. Es wird Zeit, dass Ted wieder sehr gute Storylines bekommt. Auf dem ähnlichen Niveau war auch die Story mit Justin, Jennifer und Tucker. Sie war zwar durchaus ganz unterhaltsam, aber der richtige Pepp fehlte einfach. Justins Blick war unbezahlbar, als er realisierte, dass seine Mutter einen Freund hatte und der Kerl auch noch halb so alt wie sie war. Sehr amüsant. Es freute mich, dass Jennifer nach ihrer Scheidung von Craig sich nicht ins Schneckenhaus zurückzog. Zwischen Brian und Justin passierte nicht sonderlich viel. Auf Justins Ausstellung liefen die beiden Kerle sich über den Weg und unterhielten sich über ein Bild von Justin, das Brian sehr gut gefiel. Wer hätte jemals gedacht, dass Brian und Ted sich freundschaftlich näher kommen würden? Die letzte Sequenz der Episode bewies, dass die beiden Kerle mehr als nur Arbeitskollegen wurden.

    Die Bedrohung durch Antrag 14 nahm immer weiter zu. Melanie äußerte Michael gegenüber, dass sie sich mittlerweise wie im Dritten Reich fühlt. Michael war der Meinung, dass sie übertrieb, aber als sein Comicladen Opfer des Vandalismus wurde, dachte er ernsthaft über Melanies Worte nach. Gegen Ende der Episode entschloss Michael sich doch dazu das Anti-Antrag 14 Schild wieder im Vorgarten aufzustellen. Ist an Melanies Aussage trotzdem etwas dran? Ist Antrag 14 nur der Anfang von der Eliminierung der homosexuellen Menschen? Manchmal vermittelte die Episode einem wirklich diesen Eindruck. Die Storyline mit Antrag 14 entwickelt sich entgegen meiner Erwartungen sehr vielversprechend und wird immer interessanter und spannender.

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