1×21 – Der schwierige Teil | The Hard Part

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    Tryxie
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    Ich hatte Zeit nachzudenken – deshalb ein längerer Text – sorry

    Mir hat die Folge gut gefallen.

    Ich versuche bei den einzelnen Folgen immer einen roten Faden zu entdecken und in diesem Fall ist es das Motto „Wie sie wurden, was sie sind„.
    Sicherlich wirkt diese Folge nach dem Highlight der letzten Folge schwach – aber das ist sie nicht.
    Seltsam, eine Folge, die so von dem Charakter Sylars geprägt ist – bei seinen Fans relativ schwach weg kommt.

    Also der Reihe nach.
    Sylar erkennt, dass er eine Gefahr ist – nicht für seinesgleichen – das hält er für naturgegeben (natürliche Auslese) sondern für die Menschen, die nicht wie er sind – gegen die er nichts hat.
    Er ruft Mohinder an – der, da er ja nicht seinesgleichen ist – im Grunde eine „Art von Freund“ ist (in einer der letzten Folgen hat er Mohinder ja auch eine „Chance“gegeben, damit er ihn nicht töten muss)
    Danach wendet er sich an den einzigen Menschen, der ihm wirklich nahe steht – seine Mutter.
    Und hier sehen wir, wie Gabriel zu Sylar wurde. Er macht sich für seine Mutter zurecht und will der brave Junge sein, den sie in ihm sieht. Er bringt ihr ein Geschenk mit. Man sieht seine Mutter ist eine verhuschte Frau, die sich mit ihren Schneekugeln eine Fantasiewelt aufgebaut hat und man sieht, dass diese Frau augenscheinlich ein Problem mit Gabriels Vater hatte, den er wohl – so kann man sein Verhalten mit der Uhr – augenscheinlich vergöttert.
    Sylar sucht Hilfe, er sucht Vergebung, er sucht Rat. Doch seine Mutter – geblendet von ihrer maßlosen Liebe zum Sohn – sagt ihm, dass er mehr ist und das er alles erreichen kann. Eine Phrase, die in seiner Jugend sicherlich dazu beigetragen hat, dass Gabriel immer verschlossener und einsamer wurde. Aber er hat den Geschmack der Macht genossen und so zeigt Gabriel ein Teil seiner Fähigkeiten um seine Mutter zu beeindrucken. Er wird zu Sylar. Seine Mutter – wohl sehr religiös angehaucht – sieht in ihm ein „dämonisches Wesen“, welches ihren Sohn übernommen hat. Sie hat nur den braven Sohn gesehen. Nicht den dunklen Teil – der in jedem Menschen lauert. Es eskaliert und in einem Handgemenge stirbt die Mutter. Damit ist der letzte Teil des „anderen“ Sylar verschwunden. Nun muss er keine Rücksicht mehr kennen. Seine Entwicklung ist abgeschlossen.

    Nathan ist der älteste Sohn einer Frau, die augenscheinlich zu der Gruppe gehört, von der Lindeman gesprochen hat. Die Gruppe, die die Welt nach ihrer Fasson gestalten wollte. Augenscheinlich ist sie eine sehr berechnende Frau, die ihre Pläne umsetzen kann. Es kam in den vorherigen Folgen raus, dass Nathan in den Fußstapfen seines verstorbenen Vaters getreten ist, obwohl seine Ambitionen in eine ganz andere Richtung gegangen wären. Zweifelsohne ist er ein Mann der lieben kann – seine im Rollstuhl sitzende Frau (wo er immense Schuldgefühle hat) – die Mutter von Claire (die er ohne Rücksicht auf das Amt) unterstützen wollte, sein Bruder und natürlich seine Mutter. Aber es ist schwer – gegen seine Mutter anzukämpfen, zumal, wenn die Erziehung von ihr gestaltet wurde. Lindeman war eine Verführung, seine Mutter ist es auch. Obwohl er immer noch Skrupel hat – wird er wahrscheinlich der Verführung nachgeben – halt weil seine Entwicklung immer mehr auf einen (von seiner Mutter) vorbestimmten Weg weist.

    Anzumerken in diesem Zusammenhang sind ein paar Ungereimtheiten;
    Wenn seine Mutter mit Lindeman zusammenarbeitet – warum sollte Nathan getötet werden?
    Wenn die Firma Lindeman unterstütz (die Verwandlungskünstlerin arbeitet für Lindeman – Eric Roberts telefoniert mit Lindeman, redet mit Nathan) – warum sollte Claire (als bekannte Tochter von Nathan) interniert werden, warum sollte Nathan am Anfang von Hornbrille und den Hawaiianer auch festgenommen werden?

    Claire – in all den früheren Folgen war sie auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern. Zweifelsohne mit Liebe für ihre Adoptiveltern, wollte sie sie unbedingt kennen lernen. Der Besuch ihrer Mutter war ernüchternd – trotzdem hat sie die Kette ihrer Mutter als Andenken behalten. Nun hat sie ihren Vater und ihre Großmutter getroffen. Von einer Herzlichkeit ist aber kaum was zu spüren. Gegenseitiger Respekt und Annahme ist wohl das höchste der Gefühle. Der einzig enge Kontakt ist zu Peter. Nathan ist kühl aber bemüht, was wohl auf seine Mutter zurück zu führen ist. Trotzdem ist Claire gereift und hat jetzt noch ein innigeres Verhältnis zu ihrem „Dad“

    Mohinder – der Suchende nach der Wahrheit. Hat nun den Zweck seines „Daseins“ erkannt. Er sollte zum Retter seiner Schwester werden nun wird er zum Retter des Mädchen Molly. Eine etwas lahme Geschichte.

    Hiro ist weit fortgeschritten. Anfangs unbedarft euphorisch hat er nun – bedingt durch die Erlebnisse der letzten Folge – einiges an Erkenntnis gewonnen. Er hat seine Entwicklung sehen können und will… gar nicht so werden. Er tut, was getan werden muss. Er hat sein Ziel fast erreicht. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen, weiß er um die Erlebnisse in der Zukunft – auch die möglichen Auswirkungen. Wissen die meisten von der Bombe – so wissen sie doch nicht, was danach kommt. Hiro hat da einen ungeheuren Vorteil.

    Ted und Matt haben nach all ihren Zorn und all ihren Hindernissen endlich ein Ziel und verfolgen die Zerstörung der Firma.

    Peter war immer unsicher wegen seiner Fähigkeiten. Hat diese nun akzeptiert. Natürlich ist er immer noch seiner Familie verhaftet, die – vergessen wir, dass nicht – durch seine Mutter dominiert wird. Ob sie seinen Tod billigend in Kauf nimmt. Wer weiß dass, zumal auch Bilder von Sylar und Ted als lebendige Bombe existieren. Augenscheinlich hält sich da die Zukunft ein Hintertürchen offen.

    Und er rechnet ja nicht damit, dass er sofort explodiert. Die Bombe soll ja erst nach der Wahl fallen.

    DL und Nicki/Jessica haben endlich zueinander gefunden in der Suche um ihren gemeinsamen Sohn. Ihnen wird bewusst, dass ihr „Anderssein“ von anderen beobachtet, wenn nicht sogar kontrolliert wird. Auch eine Entwicklung.

    Die Geschichte an sich war natürlich an den Entwicklungen gekoppelt. Zwar fand auch ich die Geschichte um das Mädchen etwas schwach. Aber es war gut – den Zusammenhang zu sehen (Matt, der seine Fähigkeiten erst voll erkannte, nachdem das – dieses Mädchen in Gefahr war).

    Es deutet und zielt alles auf das Finale hin. Wird die Bombe fallen? Alles deutet darauf hin. Doch wer schlussendlich daran schuld ist (Peter, Ted, Sylar) oder wie die Auswirkungen sind… da freue ich mich nächste Woche schon darauf.

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