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- 6. März 2007 um 13:11 Uhr #321838
Westheim
MitgliedIm Gesamtbild war die Episode ganz gut, aber mehr auch nicht, obwohl sie in mancherlei Hinsicht schon einzigartig war. Manche Dinge gefielen mir sehr gut und andere waren so durchschnittlich, dass sie mich nicht besonders unterhalten konnten. Schlecht waren sie auf keinen Fall, aber da fehlte einfach der Kick. Auch wenn die Episode die bisher schwächste der Season war, tat das der Qualität der vierten Season keinen Abbruch.
Die beste Story hatte ganz klar Justin. Die anderen Stories waren nicht schlecht, aber im Gegensatz zu Justin und seinem inneren Kampf wirkten die anderen wie typische Lückenfüller, was mir nicht ganz passte, weil sie durchaus ihre Daseinsberechtigung hatten. Das Zusammenspiel der ganzen Stories war gut, aber eben nicht perfekt.
Justin traf nach langer Zeit Chris Hobbs wieder. Dass ihn das aus der Bahn warf, war verständlich. Das erste Aufeinandertreffen zwischen den beiden war eine tolle Inszenierung mit dem Zeitlupenmodus. Justin konnte dieses Kapitel in seinem Leben nie richtig abschließen und wartete insgeheim schon lange auf die Gelegenheit es Chris Hobbs heimzuzahlen, was er ihm damals antat. Cody steigerte sich immer mehr in seine Sache rein und war nicht mehr zu stoppen. Wie denn auch? Es ist absolut kein Wunder, dass Cody so ist, wie er ist. Er hatte durch seine Homosexualität schlimme Erfahrungen gesammelt und sie prägten auf eine knallharte Art und Weise sein junges Leben und zerstörte es auch. Die Eskalation bzw. Heimzahlung im Hintergarten von Chris Hobbs war tolles und sehr tiefgründiges Drama. Justin bekam endlich das, worauf er so lange wartete. Er zahlte es Chris heim und er brachte ihn dazu, sich bei ihm zu entschuldigen. Und er zeigte ihm, mit was für einer Angst schwule Männer ständig leben müssen, nur weil es solche Arschlöcher wie Chris Hobbs gibt, die sie zusammenschlagen und fast straffrei davon kommen. Dass Justin Chris nicht erschoss, war vorneherein klar und dass Cody damit nicht einverstanden war, aber trotzdem war die Story da auf ihrem absoluten Höhepunkt und schloss auch sehr zufriedenstellend das Justin/Chris und Justin/Cody Kapitel ab. Codys letzte Worte sprachen trotz der harten, aggressiven Worte die knallharte Wahrheit aus und das weiss jeder zu gut, dass Cody recht hat, aber seine Art und Weise, wie er das Problem lösen wollte, war verkehrt.
Debbie und Emmett zusammen agieren zu sehen war etwas, was man nicht jeden Tag sieht. Die Story mit den beiden Charakteren gefiel mir sehr gut. Emmett zog in seine neue Wohnung, die sehr Brians Loft ähnelte, ein und fühlte sich einsam. Debbie fühlte sich auch einsam, seit ihr Bruder auszog. Dass Vic seine Schwester so sehr aus seinem Leben ausschloss, finde ich nicht in Ordnung. Schließlich war sie es, die ihrem Bruder bei seiner Krankheit half und ihn zurück ins Leben brachte. Und das ist der Dank dafür? Kein Wunder, dass Debbie maßlos enttäuscht von ihrem Bruder war. Schön gefiel mir die Sequenz, in der Debbie und Emmett zusammen Eis aßen und einen Movie glotzen. Eine wirklich schöne Sequenz.
Die Story mit Mel war zwar vom Inhalt ganz gut, aber ansonsten war es nicht das Gelbe vom Ei. Die Story wurde ziemlich schnell abgehandelt und hatte den typischen Charakter eines Lückenfüllers. Schön war allerdings, dass Mel über ihren Schatten sprang und die Dinge so akzeptierte, wie sie nun mal waren und dem lesbischen Paar und ihrem Kollegen Larry ihre Unterstützung anbot. Die Ben/Michael Story war durchaus ganz gut, aber auch da fehlte der gewisse Pepp. Das war alles so vorhersehbar. Nun, die Story hätte durchaus Potential, sofern sie auch in den nächsten Episoden fortgesetzt wird. Wenn das nicht der Fall sein sollte, kann man die Story gedroht vergessen. Ted verteilte an seine Freunde Briefe, die als Wiedergutmachung dienten. Mich freut es, dass Ted so langsam sich wieder seinen Freunden öffnete und dass sie ihm für seine Fehler verziehen. Am besten gefiel mir, dass Ted und Mel zusammen spazieren gingen. Ich fand die Freundschaft zwischen Mel und Ted schon immer klasse und deswegen freute ich mich umso mehr, dass sie wieder miteinander Zeit verbringen.
Quote:Michael: He wants me to be honest, to tell him what I really think.
Brian: And what do you really think?
Michael: It was kinda boring.
Brian: Kinda like him? He’s your partner, Mikey. You gotta sit him down, take his hand and tell him „Honey, it’s a steaming pile of horseshit.“
Michael: Could you say that to Justin?
Brian: Yeah. Fortunately, the lad’s a genius.
Michael: You are so helpful. - AutorBeiträge
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