5×07 – Antrag 14 | Hope Against Hope

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  • #253520
    Westheim
    Mitglied

    Lindsay bekommt Besuch von ihrer Mutter, die möchte, dass sie wieder bei ihr und ihrem Mann lebt. Doch als Lindsay bei einem eilig arrangierten Abendessen mit einem Freund des Vaters verkuppelt werden soll, treten die alten Probleme wieder zu Tage … In der schwulen Community kommt es zum Aufruhr, als die konservative Bewegung ‚Family America‘ den ‚Antrag 14‘ einbringen will, der den nicht-ehelichen Lebensgemeinschaften die rechtliche Grundlage entziehen soll …

    Quelle: ProSieben

    #367802
    dayzd
    Mitglied

    Großartige und ereignisreiche Episode mit einigen überraschenden Handlungen.

    Justin entschloss sich dazu sich von Brian zu trennen, da beide unterschiedliche Dinge wollen und andere Ansichten von einer Beziehung haben. Was hätte Justin auch sonst machen sollen? Ihm blieb nichts anderes übrig als diesen Schritt zu tätigen. Man kann es Justin nicht übel nehmen. Wie nicht anders zu erwarten blieb Brian ruhig und hielt Justin nicht auf. Jedoch war das die Außenfassade. Man konnte an Brians Gesichtsausdruck, als Justin die Wohnung verließ, sehen, dass es ihm innerlich weh tat, dass Justin mit ihm Schluss machte. Er war kurz davor feuchte Augen zu bekommen, aber er konnte sich gerade noch so beherrschen. Als Brian erfuhr, dass Justin bei Michael und Ben einzog, platzte ihm innerlich der Kragen. Die heftige Auseinandersetzung zwischen Brian und Michael war mit das Beste, was ich jemals in Queer as Folk sah. Exzellente Dramatik mit außerordentlich viel Intensität. Brian warf Mikey vor, dass es seine Schuld war, dass Justin von Babies, Familien und weißen Lattenzäunen träumte. Mikey hatte bessere Argumente, die ganz klar der Wahrheit entsprachen. Justin war noch nie richtig glücklich mit Brian und es lag an ihm, dass Justin mit ihm Schluss machte. Michaels „Who wouldn’t?“ war die absolute Krönung, die nur noch von den Blicken der beiden Männern übertroffen wurde. Das war Drama vom feinsten. Einfach nur grandios. Es gab schon einige erinnerungswürdigen Momente zwischen den beiden besten Freunden, aber dieser war wirklich der absolute Kracher. Brian verlor nicht nur die Liebe seines Lebens, sondern auch seinen besten Freund und das alles innerhalb kurzer Zeit. Knallhart. Das Brian/Michael/Justin Dreieck war schon immer ein großer Bestandteil der Serie und konnte mit den Stories rund um die drei Männer immer mit Brillanz und exzellenter Dramatik überzeugen. Zu Beginn der Serie hatte Brian nur Augen für Justin und Michael wurde eifersüchtig. Jetzt wurde der Spieß quasi umgedreht. Justin machte mit Schluss mit Brian und er flüchtete zu Michael.

    Die Story mit Lindsay und ihren Eltern war klasse und war zur Abwechslung ganz was anderes. Gut gefiel mir, dass Lindsay ihre eigene Story hatte. Ich wusste von Anfang an, dass mit Lindsays Mutter Nancy irgendwas faul war. Da kam Nancy nach all den Jahren und bat ihre Tochter wieder ins Elternhaus zu ziehen um Kosten zu sparen. Sehr merkwürdig. Nach der Unterhaltung mit Stephen, einem Kollegen von Lindsays Vater, fand die Blondine heraus, was der Haken an der ganzen Sache war. Lindsays Schwester erzählte Nancy, dass Lindsay einen Mann hatte. Da dachte Nancy, dass ihre Tochter heterosexuell und „normal“ wurde. Da kamen wieder die alten Streitpunkte zwischen Mutter und Tochter zum Vorschein, worauf Lindsay verständlicherweise jedoch keine Lust mehr hatte. Melanie und Lindsay kamen sich weiterhin näher und verstehen sich mittlerweile wieder ganz gut, was ganz schön zu beobachten war.

    Brian erteilte Brandon, seinem Rivalen, dauerhaftes Hausverbot im Babylon, da er auf der Tanzfläche genüßlich einen Blowjob genoss. Die Unterhaltung zwischen den beiden Kerlen im Woody’s war spitze. Die beiden sind sich so verdammt ähnlich, aber doch unterschiedlich. Sie schlossen eine Wette ab. Sollte Brandon gewinnen, darf er wieder ins Babylon. Sollte Brian gewinnen, darf er Brandon ficken. Da war Brandon ziemlich erstaunt und leicht fassungslos, was Brian sichtlich genoss. Das wäre ein Ding, wenn Brian die Wette gewinnen würde. Das würde Brandon so richtig demütigen, wenn er sich von Brian ficken lassen müsste. Eine schlimmere Demütigung könnte es für Brandon nicht geben. Ich bin schon sehr gespannt drauf, wer die Wette gewinnen wird. Ich hoffe, dass Brian gewinnt.

    Ted führte seine Sexorgien mit Troy fort und bekam nicht genug davon. Emmett drängelte Ted endgültig Troy abzuservieren, wie Troy es damals mit Ted tat und Brian riet Ted Troy weiterhin zu ficken. Emmett und Brian fungierten wie als Engel und Teufel, die versuchten Ted ins Gewissen zu reden. Humorvolle Inszenierung. Toll war auch die Sequenz, als Ted mit Troy auf dem Boden lag und Ted an der Decke Brian und Emmett sah. Im Babylon konfrontierte Ted Troy mit der Wahrheit und servierte ihn so richtig ab. Das Szenario war klasse. Unerwartet war allerdings, dass Troy Gefühle für Ted hatte.

    Politik war neben den zwischenmenschlichen Stories auch ein wichtiger Teil der Episode. Eine konservativ orientierte Organisation konnte genug Stimmen sammeln und bekam so eine reale Chance Antrag 14 in ganz Amerika durchzusetzen. Der Antrag besagt, dass alle möglichen Verträge (Mietverträge, Sorgerechtsvereinbarungen, etc), die homosexuelle Paare abschlossen, ungültig werden. In einigen Staaten tritt Antrag 14 schon in Kraft. Kongressabgeordnete Beth Edelstein hielt im Zentrum eine tiefgründige Rede an die schwule Community von Pittsburgh. Sie ermutigte die Schwulen und Lesben für ihre Rechte zu kämpfen, denn ihre gesamte Zukunft hängt davon ab. Die Storyline mit Antrag 14 ist sehr interessant und bietet viel Potential für die kommenden Episoden, insofern die Autoren sie richtig anpacken.

    Emmett war die ganze Zeit nur damit beschäftigt Ted dazu zu bringen die Sache mit Troy zu beenden. Von seiner Sendung sah man leider nichts. Ben steckte in einer Krise, seit Hunter ihn und Michael verließ. Seine Momente gefielen mir sehr gut, besonders die Unterhaltung mit seinem Mann im Wohnzimmer traf genau meinen Geschmack. Als er realisierte, dass es nichts bringt Hunter hinterher zu trauern, entschloss er sich dazu seine Freunde beim Kampf gegen Antrag 14 zu unterstützen. Debbie unterstützte die schwule Community beim Kampf gegen Antrag 14. Sonst kann man zu Debbie nichts sagen. Es war schön Jennifer wieder mal zu sehen, die eine interessante Unterhaltung mit ihrem Sohn führte.

    Quote:
    Brian: Well, Mikey… congratulations.
    Michael: For what?
    Brian: You won. To the spoiler goes the victory.
    Michael: I don’t know what you’re talking about.
    Brian: Of course you don’t. No one plays dewy-eyed innocent better than you. Although, at 34, you’re getting a bit long in the tooth for short pants.
    Michael: Speaking of outgrowing your act… nothing’s more pathetic to use one of your favourite words than an over-the-hill club boy.
    Brian: You infected him with your petty bourgeois, mediocre, conformist, assimilationist life! Thanks to you, he’s got visions babies, weddings, white picket fences, dancing in his blond little head.
    Michael: And you think I put them there?
    Brian: Before you and your husband tied the noose around your necks, he was perfectly happy! And now he’s a defector just like the rest of you!
    Michael: He was never perfectly happy! Waiting for years for you to say ‚I love you, you’re the only one I want‘!
    Brian: That’s not who I am!
    Michael: Don’t we all know?
    Brian: And now he’s here in your house…
    Michael: It’s a home.
    Brian: It’s a farce! It’s a freak show!
    Michael: Call it what you want, I honestly don’t care. But he didn’t leave because I ‚infected‘ him. He left because of you. Who wouldn’t?
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