- Dieses Thema ist leer.
- AutorBeiträge
- 1. April 2006 um 17:25 Uhr #321604
marie
MitgliedGroßartige Episode.
Seit der Schließung einiger Notaufnahmen hatte das County mit Patientenüberschuss und Mangel an Sicherheitskräften alle Hände voll zu tun. Wieder mal herrschte das reinste Chaos und jeder Arzt und jede Schwester war überfordert. Es wurde schlimmer und es kam zu Eskalationen. Ein Patient bedrohte Abby und Chen mit einer Waffe, weil er unbedingt eine Spritze Demerol brauchte. Carter verlor die zwölfjährige Prostituierte, weil ihr Zuhälter einfach so in die Notaufnahme spazieren konnte um sie da rauszuholen. Bei diesen Situationen platzte Carter endgültig der Kragen und verlangte von Weaver, dass endlich die Metalldetektoren, die schon lange versprochen waren, bestellt werden. Die heftige Meinungsauseinandersetzung zwischen Weaver und Carter war schlichtergreifend grandios, besonders wie die beiden sich gegenseitig anschrien. Tolles Drama. Beide Seiten hatten ihre berechtigten Argumente und konnten sie auch gut darlegen, wobei ich doch eher auf Carters Seite stand. Was bringt es trotz des geringen Budgets arbeiten zu gehen, wenn das eigene Leben in Gefahr ist? Lernte man nichts aus der Vergangenheit? Carter wurde niedergestochen und Lucy starb. Ohne Ärzte kann man auch keinen Patienten helfen. Carters Streik bewirkte etwas: Der Triage-Bereich wird neu renoviert, Metalldetektoren wurden bestellt und eine neue Sicherheitsfirma wurde angeheuert. Aber wie alles im Leben hatte auch diese Sache seinen Preis: Drei Krankenschwestern müssen entlassen werden. Diese ganze Thematik wurde sehr gut detailliert und glaubhaft dargestellt und war äußerst interessant und spannend. Ich war hellauf begeistert von dieser Storyline.
Die Story mit dem Huntington-Patienten, war eine von den besten Patientenstories, die ich bisher in ER sah. Sie war so ergreifend und intensiv, was besonders an der fabelhaften Kameraführung und dem tollen Licht/Schatten Verhältnis lag. Besonders die Mutter des Patienten ging mir sehr nahe mit ihrem Leiden. Die Opernmusik als musikalische Untermalung zu verwenden passte perfekt in die Story und intensivierte die bestimmten Sequenzen noch zusätzlich. Dabei wurde auch die umstrittene Thematik der Sterbehilfe miteingebaut um den Zuschauern zu zeigen, dass aktive Sterbehilfe durchaus seine Daseinsberechtigung hat und nichts verwerfliches ist.
Neben dem ganzen beruflichen Chaos gab es noch tolle Stories im Privatleben der Charaktere. Pratt und Chen kamen sich (nach dem Vorfall in der Notaufnahme) näher. Das waren schöne ruhige und tiefgründige Sequenzen. Klasse Inszenierung. Überraschend kam das nicht, weil es in bisherigen Episoden schon oft Andeutungen gab, dass Pratt und Chen vielleicht ein Paar werden könnten. Die Chancen sind auf jeden Fall vorhanden. Ich könnte mir die beiden als Paar ganz gut vorstellen. Eric Wyczenski besuchte seine Schwester Abby in Chicago. Die Story mit Bruder und Schwester war ganz amüsant und auf dramatischer Ebene war sie überzeugend. Schade, dass Abby für ihren Bruder nicht viel Zeit hatte. Luka offenbarte Abby, dass er sich für sie freut. Dass sie mit Carter zusammen ist, scheint Luka anscheinend nicht zu stören. Interessante Tatsache. Gallant brachte Leon nach zu Hause zu Pratt, weil er seinen Bruder im Krankenhaus suchte und nicht mehr wusste, wo seine Wohnung war. Dabei kam einiges ans Licht, was in der Tatsache sehr interessant und eine vielversprechende Basis für kommende Stories war. Die letzte Sequenz der Episode war klasse, als Chen zur Musik von Orbital tanzte und dann in die Menschenmenge sprang. Das war eine fabelhaft inszenierte Szene, die die Episode perfekt abschloss.
Quote:(while Chen and Pratt are sorting out the bag of fingers)
Abby: What’s going on in here?
Chen: Match game.
Abby: Pratt’s having a little trouble fingering it out.
Chen: Ooohhh.
Abby: Come on, you thought it was funny.Quote:(talking to Susan about his walk-out over lack of security)
Carter: I got stabbed. Lucy got killed, and today Abby and Chen get a gun to their heads. I’m sorry. No. It’s gotta stop. Otherwise, it’s not worth doing.
Susan: I know Carter. You’re an emergency room doctor. It’s about getting through the shift.Quote:(Pratt is consoling Deb after a patient has threatened her with a gun.)
Pratt: I’d never do anything to jeopardize you…. Carter maybe, but not you. - AutorBeiträge
- Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.
