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- 30. November 2012 um 20:44 Uhr #336261
Stampede
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Nachdem der Journalist Tom Ronstadt entlassen wird, beschließt er aus London zurück in seine Heimatstadt Lancashire zurückzukehren, die er vor 18 Jahren verlassen hat. Dort findet er seinen an Alzheimer erkrankten Vater vor, um den sich seine Schwester aufopferungsvoll kümmert.
Psychothriller mit John Simms („Life on Mars“) und Jim Broadbent. (wunschliste.de)Darsteller:
John Simm, Jim Broadbent, Olivia Colman, Nico Mirallegro, Daryl Fishwick, Claire Goose, Shaun Dooley, Timothy WestExile Trailer – BBC One drama – YouTube
Britische Miniserie in 3 Teilen a 60 Minuten, die im Jahr 2011 ausgestrahlt wurde.
Hatte ich schon vor Längerem bestellt und nun bin ich endlich am Schauen.Teil 1 fand ich großartig #hallo#
Dauerte zwar etwas, bis ich reingekommen bin, aber es hat dann doch ziemlich schnell gefunkt und ich bin gierig darauf zu sehen, wie es weitergeht.
Auf Drama-Ebene ist es ganz schön bitter, sehr intensiv und diese pessimistisch-depressive Stimmung, die schon seit der ersten Minute vorherrscht, ist ziemlich bedrückend. Und das Ganze natürlich, wie immer in britischen Miniserien, verdammt realistisch, unaufgeregt und ohne auch nur einen winzigen Schimmer von Übertreibungen rübergebracht. Das haben die Briten halt einfach drauf #vertrag#
Darstellerisch ist es natürlich auch allererste Sahne. John Simm spielt wie immer großartig, sein Charakter ist ziemlich unsympathisch und in vielen Szenen ein richtiges Arschloch X-( Vor allem wie er seinen an Alzheimer erkrankten Vater behandelt ist schon ziemlich widerlich bisweilen, allerdings lernt man schnell auch was aus der Vergangenheit und der Beziehung zwischen den beiden kennen, so dass man seinen Hass auf seinen Vater schon irgendwo nachvollziehen kann.
Der Vater wird gespielt von Jim Broadbent, und der spielt einfach unglaublich genial #vertrag# Einerseits bemitleidenswert aufgrund der Alzheimer-Sache, gab etliche berührende Szenen mit ihm. Andererseits blitzt aber auch eine gewisse Art von Gefährlichkeit auf, da man nicht weiß, was in der Vergangenheit vorgefallen ist und was er für ein wichtiges Geheimnis zu bewahren versuchte.
Denn neben dem sehr hohen Drama-Anteil, dem gewohnt britischem Realismus und der interessanten Coming-Home-Story (auf sowas steh ich ja eh) war der erste Teil nach einer gewissen Anlauf-Zeit auch ziemlich spannend. Es gibt viele Andeutungen, was in der Vergangenheit passiert sein könnte, und John Simm’s Charakter will nun aus dem verwirrtem Geist seines Vaters herausbekommen, was wirklich vorgefallen ist, welches Geheimnis er gehütet hat und er will erfahren, warum seine in Jugendtagen gute Beziehung zu ihm damals zu Bruch gegangen ist.
Also richtig gut bisher, und es steckt enorm Potenzial für die nächsten beiden Teile drin. Bin sehr gespannt, wie es weitergeht #hallo# Und werde natürlich hier auch über die nächsten Teile Bericht erstatten
3. Dezember 2012 um 16:23 Uhr #459041Anonym
GastGeht mir genauso wie dir, hab ich schon ewig hier, aber immernoch nicht geschaut…
3. Dezember 2012 um 18:52 Uhr #459065Anonym
GastOh John Simm. Dann werd ich mir das mal notieren. Man dankt. #hallo#
3. Dezember 2012 um 22:04 Uhr #459100Stampede
MitgliedHabs nun auch komplett gesehen #hallo# Alles, was ich zum ersten Teil geschrieben habe, kann man auch auf die anderen beiden Teile übertragen.
Exzellente Darsteller, viel depressive Atmosphäre, intensive Momenten und eine gehörigen Portion Realismus, wie ihn nur die Briten in ihren Mini-Serien schaffen. Stark erzähltes, trauriges und emotional mitreißendes Coming-Home- und Vater-Sohn-Drama mit spannenden Thriller-Elementen und ein mysteriöses Geheimnis aus der Vergangenheit, dass man dann auch sehr gut als schockierende Wahrheit aufgelöst hat, auch wenn ich etwas anderes erwartet hatte. Aber war schon sehr gut, um was es dann letztendlich ging.
Das einzige, was ich schade fand war, dass man im dritten Teil zu Gunsten der Geschichte und deren Auflösung Jim Broadbent etwas aufs Abstellgleis gestellt hat, der war nicht mehr so präsent wie in den Teilen hervor. Die gemeinsamen Szenen mit ihm und dem genauso genialen John Simm waren die stärksten der Serie, da steckte wirklich alles der genannten Elemente drin #hallo#
Schönste Szene der Miniserie in meinen Augen die, die man auch im Trailer sieht: John Simm nimmt seinen an Alzheimer erkrankten Vater mit zu einem Fußballspiel und für einen kurzen Moment ist all das Drama, die Tristess, die Krankheit und die sehr schwierige Beziehung zwischen den beiden vergessen. Das war ein absolut ergreifender und wunderschöner Augenblick #cry#9/10
17. August 2015 um 20:08 Uhr #497688Roland Deschain
MitgliedHab‘ den ersten Teil auch gesehen, und finde das wie Stampede vom Drama-Anteil her sehr intensiv und depressiv, gerade wenn man in der Familie so etwas schon durchgemacht hat oder durchmacht. Bin generell nicht so der Fan von britischen Serien, hier aber freue ich mich auf die nächsten beiden Folgen. #hallo#
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