Fleming: The Man Who Would Be Bond [Sky Atlantic]

  • Dieses Thema ist leer.
Ansicht von 9 Beiträgen – 16 bis 24 (von insgesamt 24)
  • Autor
    Beiträge
  • #485675
    Stampede
    Mitglied

    1952 im traumhaft schönen Jamaica. Eine tauchende Schönheit, verfolgt von einem Unbekannten mit einer Harpune und subtil begleitet von den Klängen des Bond-Themes.
    Am Anfang der ersten Folge dachte ich wirklich, ich befinde mich hier in einem Bond-Film :D Der Verfolger war aber nicht James Bond sondern Ian Fleming, der mit seiner Frau auf den Flitterwochen ist und gerade seinen ersten Bond-Roman „Casino Royale“ beendet hat.
    Die eigentliche, rückblickend erzählte Handlung setzt dann 13 Jahre früher kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs an und erzählt den Teil der Lebensgeschichte von Ian Fleming, deren Erlebnisse ihn letztendlich die Figur des James Bond erschaffen ließ und in die er allerhand Eigenschaften von sich selbst reingesteckt hat. Somit gab es natürlich etliche bekannte Sachen, die einen mehr oder weniger subtil entgegengeworfen wurden (Vodka Martini shaken not stirred, freche Sprüche gegen die Sekretärin des Geheimdienstdirektors etc.), aber es hielt sich erstaunlicherweise in Grenzen, hätte da viel mehr Querverweise erwartet, auch auf die ganzen Geschichten, die er in Zukunft schreiben wird. Aber war dennoch was dabei, was zum wissenden Schmunzeln anregte, und ich erwarte in den nächsten Folgen mehr.
    Kurzum: Der Auftakt hat mir mit einigen wenigen Abstrichen (Handlung wirkte etwas zu zusammengestückelt) sehr gut gefallen, als Bond-Fan ist das genau mein Ding #hallo# Dominic Cooper spielt Ian Fleming wirklich großartig und Bond-ig :D Und Lara Pulver ist auch dabei #rot#

    1×01

    1939 in Kitzbühel beim riskanten Skifahren. Der Sprung über eine Alpenhütte misslingt und Fleming stürzt. Gleich zu Beginn ein netter Querverweis :D Witzig auch, wie er die Vodka-Martini-Bestellung aufgibt und der Barkeeper ihm ein Bier hinstellt #ugly#

    Fleming ist ein miserabler Stock-Broker, der seinen eigenen Klienten vergrault, und das schwarze Schaf in der Familie, im Gegensatz zu seinem Bruder, der ein erfolgreicher Schriftsteller ist. Trotzdem er ein Tunichtgut ist hat er aber ein extremes Selbstbewusstsein, kommt frech, arrogant, ignorant und respektlos rüber, was bei den Frauen scheinbar einen guten Eindruck macht, auch wenn er sie wie Dreck behandelt :p Aber im Bett landen sie dann dennoch.

    Als er in einer Bibliothek heimlich eine First Edition (weil er die sammelt) von „Mein Kampf“ erwirbt kassiert ihn die Naval Intelligence ein, die sich gerade auf den Krieg vorbereitet. Da Fleming ihnen von Winston Churchill empfohlen wurde und er fließend Deutsch spricht und zudem unkonventionell und ideenreich denkt und handelt wird er als Assistent des Direktors rekrutiert. Das Büro des Direktors hat natürlich eine gepolsterte Tür, klar :D
    Fleming bringt erst den Laden auf Vordermann und trifft sich dann gegen allen Befehlen mit ein paar deutschen Offizieren, was den Direktor zur Weißglut bringt, auch wenn er ein paar geheime Infos rauskitzeln konnte.
    Also mal schauen, wie das Spionagezeug weitergehen wird, ich erwarte da noch so einiges, vor allem Querverweise :D

    Ansonsten trifft Fleming andauernd auf Lara Pulver, die er immer nachstellt, sie aber nichts von ihm wissen will und am Ende bei einem deutschen Luftangriff doch noch den Kopf verdrehen kann. Bond hätte es nicht besser machen können :D

    #485709
    Stampede
    Mitglied

    Folge 2 hat mir auch wieder gut gefallen. Gab ne Menge World War II, einiges an Spionage, gute Charakterisierung von Ian Fleming mitsamt gutem Spiel von Dominic Cooper und zu Beginn ein total cooler Querverweise auf „Casino Royale“ :D Generell ist es nach wie vor sehr interessant anzuschauen, wenngleich ich mir die Mini-Serie doch etwas anders vorgestellt habe.

    1×02

    Portugal, 1940. Fleming sichtlich gelangweilt wegen der ganzen langweiligen Treffen, die außerhalb des Kriegsgeschehens stattfinden. Im Verlauf der Folge sagt er dann auch bei seiner Familie, dass er neidisch auf seinen Bruder ist, weil der an der Front sein „darf“ während er nur einen Schreibtischjob hat.
    Um sich die Zeit zu vertreiben spielt Fleming Baccara gegen Nazis, mit dem Hintergedanken sie finanziell zu schwächen. „Casino Royale“ lässt grüßen :D Allerdings ist der Ausgang hier etwas anders, Fleming verliert einen großen Batzen an Staatsgeldern und die Frau kriegt er auch nicht ab :D Aber der Nazi-Offizier hat nicht viel von seinen beiden gewinnen, weil er auf dem Klo erdrosselt wird.

    Fleming wird dann auf eine Mission nach Paris geschickt und tauscht den Firmenwagen erstmal gegen einen schmucken Rolls Royce ein, muss ja schließlich was hermachen :D Die eigentliche Mission interessiert ihn nicht, er will im Alleingang dem französischen Admiral um ihn zu überzeugen, den Briten die französischen Flotten zu überlassen und nicht den Deutschen. Klasse gemacht was die Verfolgungsjagd im Bombenhagel, an deren Ende der Admiral dann entkommt.
    Nun hat Fleming die Idee, eine Kommando-Truppe von hochtrainierten und -spezialisierten Spionagekräften auf die Beine zu stellen (mit Lizenzen zum Töten, nehme ich mal an :D).

    Ansonsten geht der heftige Flirt zwischen Fleming und Ann weiter. Mit ihr verbringt er dann auch bei einem weiteren Luftangriff auf England die Zeit im Schutzbunker und ist somit nicht bei Muriel, die er dann tot in ihrem Bett vorfindet (keine Ahnung, woran sie gestorben ist :-). Also gehts wieder zu Ann und die „Sie küssten und sie schlugen sich“-Beziehung artet in ebensolchen Sex aus. Fand ich etwas verstörend, aber ich hab mal nachgelesen und Fleming scheint wirklich solche sexuellen/sadomasochistischen Neigungen gehabt zu haben :p

    #486482
    Stampede
    Mitglied

    Die dritte Folge war sehr gut und die beste bisher. Und was hier besonders gut rauskam, warum man den Zusatztitel gewählt hat. So viele gute Szenen, warum Fleming gerne Bond sein würde, es aber aus diversen Gründen nicht ist/wurde :D Gab dementsprechend auch wieder etliche Querverweise auf Bond, weil er genau das in den Charakter hat einfließen lassen. Die Geschichte an sich, also das Arbeits- und Privatleben Flemings, ist nach wie vor sehr interessant, gut inszeniert und gespielt. Vielleicht manchmal etwas zu überdramatisiert, aber es soll ja auch unterhalten :-) In der Folge lag das Übergewicht eindeutig auf den Spionageteil, aber von Lara Pulver gabs dennoch reichlich zu sehen :D

    1×03
    Kanada 1943 ist jetzt, also 3 Jahre später. Zu geil der Anfang, als Fleming auf Bond-mäßiger Mission unterwegs ist und die Bombe Sekunden vor Ablauf des Countdowns entschärfen kann :D Aber im Gegensatz zu seinem alten Ego wurde er dabei vorher längst xmal erschossen =) War natürlich alles nur ein Test, nach dem Fleming mal wieder gesagt bekam, dass er für die Front gänzlich ungeeignet ist und generell zu viel raucht und trinkt, um überhaupt für die Front zugelassen zu werden. Klar, dass Fleming aus seinem zukünftigen Buchhelden einen Raucher und Trinker machen :D

    Die Amis arbeiten mit den Briten zusammen in diesem Camp X und Fleming findet die Umsetzung jetzt nicht sooo optimal, also soll er Vorschläge bringen, wie er es besser machen würde. Sein umfangreiches Werk voller Ideen stellt sich dann als richtiger Page-Turner heraus :D

    Er will die von ihm ins Leben gerufene 30 Assault Unit, von denen er die respektlosesten Männer aussuchen darf (die aller Wahrscheinlichkeit nach die Lizenz zum Töten erhalten werden :D) anführen, aber wieder wird ihm verboten, in Aktion zu treten. Und dann wird ihm noch seine Idee mit der angespülten Leiche und der falschen ID geklaut, die den Feind mit falschen Infos versorgen und weg von Sizilien locken soll. Dafür darf er aber bei der Auswahl der Leiche dabei sein, was er dann total auf Perfektionismus versehen angeht und sogar ein Profil (sein eigenes :D) von der Fake-Mann erstellt.

    Am Ende wird ihm doch noch eine Chance zur Bewährung gegeben, ob er vielleicht nicht doch noch Front-tauglich ist. Er muss das K-Protokoll bestehen, was bedeutet, dass er einen Mann töten muss (Doppel-Null-Agenten müssen das halt können :D), aber er versagt und wird sogar getötet. War natürlich wieder nur ein Test, aber wieder einer, den er nicht bestanden hat. Er könnte einem ja leid tun, dass sein sehnlichster Wunsch nicht erfüllt wird, aber für die Welt ist es natürlich gut, denn nur so konnte es die Bond-Romane geben :D

    Ganz am Ende muss er noch erfahren, dass Harris Godfrey abgesägt hat und die 30 Aussault Unit auch nicht mehr unter dessen Kommando steht.

    Ansonsten ging die Affäre mit Anne weiter, gab etliche Bettszenen und ne Menge Hassliebe zwischen den beiden. Einmal ging es sogar so weit, dass Fleming sogar was mit ihrer Freundin anfängt, aber mit einigen Schlägen haben sie sich dann doch wieder vertragen.
    Dann aber erfährt Ann, dass ihr Mann im Krieg gefallen ist und da Fleming nicht so für sie da ist, wie sie das gerne hätte, heiratet sie am Ende dann doch Esmund.

    #486537
    Stampede
    Mitglied

    Großartige letzte Folge mit ner Menge augenzwinkernder Bond-Spionagethriller-WWII-Action (Gadgets gabs auch :D Und die Deutschen haben richtiges deutsch gesprochen :D) und Fortführung und Abschluss des Teils von Flemings Leben, aus dem letztendlich sein James Bond entstanden ist.

    Serien-Bewertung => 8/10. Bond-Fans sollten definitiv einen Blick riskieren, es lohnt sich sehr #hallo# Einzig schade, dass das nur ne Mini-Serie war, da hätte man gut und gerne noch mehr Folgen draus machen können.

    1×04
    1945 kurz vorm Ende des Krieges. Zu Beginn führt Fleming ein paar Gadgets vor den Offizieren vor, der Zukunft der Spionage. Betäubungsgas in Stiften, Mikrokameras in Feuerzeugen und so :D Und die arme Monday ist das leidtragende Opfer =)

    Fleming hat dann der Verdacht, dass die Dokumente über das Nazi-Atomwaffen-Programm woanders hingebracht werden und sein Einsatz wird dann auch genehmigt. Somit durfte er endlich an die Front und das Szenario und Setting im verschneiten Deutschland war absolut großartig, da kam sofort Bond-Spionagethriller-WWII-Action-Feeling auf, das war einfach super gemacht.
    Schießerei gegen die deutschen „Werwölfe“, bei der Fleming’s Kollege stirbt und er nur dank der Hilfe eines verräterischen Nazi-Offiziers entkommen kann. Als sie von den Russen aufgegriffen werden wird der aber exekutiert, während Bond zurück nach Hause darf. Voll Spannung und Action, man fühlte sich wirklich wie in einem dieser Filme :D
    Fleming’s Vorgesetzter tut die Geschichte als totalen Blödsinn ab, weil sie total übertrieben ist. Und Fleming gibt dann auch bei Monday zu, dass er vielleicht ein bis zwei Sachen ausgeschmückt und übertrieben hat :p

    Er soll gefeuert werden, hat aber vorher schon seine Kündigung eingereicht und will nun Auto von Spionagegeschichten werden. Sein Titelheld, der so sein wird wie er es will (und immer sein wollte) wird den Namen Harry Altkin tragen #ugly# Sein Bruder rät ihm aber den Namen „Bond“ zu nehmen, zum Glück =)

    Die Sache zwischen Fleming und Ann wurde auch noch zum Abschluss gebracht, indem sie nicht zum Abschluss gebracht wurde. Bitte rzu sehen, wie sie sich erst sagen, dass sie sich nicht lieben, dann gegenseitig verpassen weil sie in verschiedene Richtung gehen und letztendlich ein Missverständnis zum Bruch zwischen den beiden führt.
    Aber 1952 heiraten sie ja dann doch noch und mit „Casino Royale“ wird James Bond geboren.

    #487163
    Anonym
    Gast
    #489061
    Anonym
    Gast

    Episode 1

    Dank Netflix brauche ich nicht auf Arte zu warten :D
    Der Auftakt in die Miniserie hat mir gut gefallen, am Anfang kam man sich wirklich wie in einem Bond Film vor. Ich bin jedoch nicht der größte Bond-Fan, darum sind mir ein paar Anspielungen sicher nicht aufgefallen, aber es gab doch einige witzige, die ich so mitbekommen habe. Unter anderem der Martini, der dann zwar nur eine Flasche Bier war, oder das Skifahren :D

    Aber ansonsten scheint mir das eine recht interessante Studie über Ian Fleming zu sein. Zumindest war er der selbe Aufreisser wie Bond und sein Leben scheint auch nicht ganz uninteressant gewesen zu sein. Gibt auch ein paar nette Erkenntnisse, dass er z.B. im Schatten seines Bruders stand, und wie er es letzendlich in den zweiten Weltkrieg geschafft hat. Der Pilot war ein guter Aufbau der Charaktere, bzw. Einführung in die Geschichte, jetzt bin ich gespannt wie es weiter geht. Steckt ja doch viel Potenzial drin.

    #489063
    Anonym
    Gast

    Episode 2

    Geht klasse weiter, vor allem die Kriegsgeschichte gefällt mir wirklich gut. Ist wirklich interessant zu sehen, wie Fleming hier langsam wirklich seiner Aufgabe gewachsen wird und nebenbei noch mit allen möglichen Frauen anbandelt :D Schön auch am Anfang die Anspielung auf Casino Royale :D Und kommt mir das nur so vor, oder ist Monday die spätere Inspiration für Moneypenny? :D

    Dass seine Freundin am Ende durch einen Bombenangriff stirbt habe ich mal so überhaupt nicht kommen sehen. War aber für Fleming anscheinend nicht allzu tragisch, hat er danach doch erstmal heftigen Sex mit Ann :D Kann sie sich schonmal dran gewöhnen :p

    #489083
    Anonym
    Gast

    Episode 3

    Klasse Folge.
    Der Anfang war ja mal wieder wie ein typischer Anfang eines Bond Films :D Auch danach gab es viel Spionage, darauf lag diesmal das Hauptaugenmerk, Flemings Privatleben wurde etwas zurückgefahren.

    Fleming hat die Idee eine neue Eineheit zu gründen, die keinerlei bürokratischen Auflagen unterlegen ist. Die Auswahl der Männer dafür war klasse :D Am Ende wurden es dann jede Menge Leute, denen es egal ist ob sie sterben oder nicht und eh auf die Autoritäten scheißen :D Fleming selbst will dann natürlich auch an die Front, und wird mit Operation K getestet, ob er in der Lage ist einen Mann zu töten. Natürlich gescheitert, die Einheit wird ihnen auch noch weggenommen und am Ende steht Fleming mit relativ leeren Händen dar. Dabei wäre er so gerne James Bond :p

    Ich bin mal gespannt, wie sie die Serie nächste Folge abschließen und der Bogen zu Ian Fleming, Bond-Schriftsteller geschlagen wird :-)

    #489086
    Anonym
    Gast

    Episode 4

    Klasse Abschluss einer tollen Miniserie. Es gab viele Bond Gadgets, hat mir sehr gefallen, nette Anspielungen und am Ende wird dann auch James Bond geboren. Klasse.

    Fleming bekommt dann doch noch seine eigene Geheimmission :D Dokumente über das deutsche Atomprogramm sollen beschafft werden, niemand weiß wo sie hingeschafft werden, Fleming hat eine Vermutung und durch einen kleinen Verhörtrick hat er dann später auch seine Bestätigung dafür. Er selbst darf dann dahin und ein Deutscher hilft ihm dann bei der Flucht :D Auch wenn ihm das bei den Russen nicht viel genützt hat.

    Den Abschluss, als er mit seinem Bruder über seine Zukunft als Schriftsteller, mit seinem Spionage-Helden Harry Atkin und dann wieder der Sprung zum Anfang, als man ihn mit Ann auf Jamaica gesehen hat, fand ich klasse. Runder Abschluss, hat mir sehr gefallen.

Ansicht von 9 Beiträgen – 16 bis 24 (von insgesamt 24)
  • Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.