3×12 – Das Vater-Syndrom (Teil 2) | Six Days (Part 2)

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  • #247046
    Tryxie
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    Merediths Schnarchproblem belastet die Beziehung mit Derek. Seit sie von ihm verlangt, die Nacht auch wirklich mit ihr zusammen im Bett zu verbringen, tut er kein Auge mehr zu. Daneben versucht Meredith immer noch, mit der Anwesenheit ihres Vater im Krankenhaus zurecht-zukommen.

    Nach dem Beinahe-Kuss mit Addison geht Alex ihr zunächst aus dem Weg. Dass er aber alles andere als unbeeindruckt von der Chirurgin ist, beweist er, als sie sich am Abend zufällig in Joes Bar treffen … Cristina und Burke spielen unterdessen weiterhin das „wer zuerst redet hat verloren“-Spiel.

    Doch die schlimmste Woche erlebt George. Er steht vor einem schweren Abschied: Nach der radikalen Entfernung aller Metastasen ist der Körper seines Vaters doch zu schwach. Seine Organe versagen. Und Izzie ist noch nicht bereit, wieder zu assistieren. Bailey merkt, dass sie noch immer zu sehr an ihren Patienten hängt.

    Quelle: ProSieben

    #354005
    dayzd
    Mitglied

    Der zweite Teil von „Six Days“ war eine sehr emotionale, intensive und traurige Episode, die in allen Punkten fast überzeugen konnte und sicherlich zu den Highlights der dritten Season gehört. Auch wenn mir die Episode sehr gut gefiel, gab es auch einige (wenn auch wenige) negative Punkte, zudem unter anderem auch der bittere Beigeschmack gehört, der ab und zu auftauchte, aber jedoch das Gesamtbild der Episode nicht ruinierte.

    Die Story mit George und dem Tod seines Vaters gehört zu den bisher besten Stories der dritten Season. Sie war emotional, dramatisch und endlos traurig. Die vorherrschende Dramatik und die tollen Inszenierungen faszinierten mich. Die Nahaufnahmen von George und die musikalische Untermalung in den jeweiligen Sequenzen konnten die Fassungslosigkeit der Charaktere über den Tod von Harold noch intensiver darstellen, als es ohnehin schon war. T.R. Knight konnte die Darstellung des vom Schicksalsschlag getroffenen George sehr gut verkörpern. Es gab einige grandiose Sequenzen, in denen George ganz klar der Held war. Die intensivste Sequenz war die, in der George Webber und Bailey für ihr Handeln verurteilte. Da ging ordentlich die Post ab. Klasse war zudem auch die Sequenz, in der Alex, Meredith, Cristina, Izzie und Callie im Gang standen und auf George warteten. Einzigartig und sehr bedeutsam war die Unterhaltung zwischen Cristina und George, vor allem, weil sie in der Vergangenheit auf Kriegsfuss standen. Da konnte Cristina (wieder mal) beweisen, dass sie ein Mensch mit Herz und Seele wurde, was in Season 1 und 2 nicht der Fall war.

    Burke und Cristina schweigen sich immer noch an. Erstaunlich, wie stur die beiden doch sind. Wenigstens erfuhr Cristina, dass Preston seit der OP keinen Tremor mehr hatte. Meredith konnte dank ihrem Vater die Schnarchproblematik in der Hinsicht lösen, dass sie für Derek Wachsohrstöpsel kaufte. Das Gespräch zwischen Meredith und Thatcher war ganz schön. Mal schauen, ob die beiden sich in nächster Zeit wieder etwas näher kommen werden. Zu wünschen wäre es ihnen auf jeden Fall.

    Wie es nicht anders zu erwarten war, spendete Izzie 300.000 Dollar um Heathers OP zu ermöglichen. Dass das Bailey nicht passte, war nach den Ereignissen mit Denny nachvollziehbar. Sie hatte Angst, dass Izzie sich wieder zu sehr auf Patienten einlässt und machte ihr klar, dass sie nicht mitfühlend und gleichzeitig Chirurgin sein kann. Klasse fand ich, dass Izzie Bailey gegen Ende der Episode klar machte, dass sie beides ist und dass sie sich das nicht wegnehmen lässt. Dass dies gerade bei Izzie eine Gratwanderung ist, dürfte jedem klar sein, aber was wäre Izzie ohne ihre emotionale und mitfühlende Seite?

    Unspektakulär und sehr durchschnittlich war die Story mit Addison und Mark. Dass Addison in der Vergangenheit eine Abtreibung hatte, war jedem klar, denn die Zeichen in den vergangenen Episoden waren so offensichtlich, dass der Überraschungseffekt ganz wegfiel. Besonders unterhalten konnte mich die Story nicht, weil sie eben so durchschnittlich und teilweise öde war. Schlecht war sie zwar nicht, aber irgendwie zu monoton und emotionslos. Die Autoren hätten sich die Story im Endeffekt sparen können, auch wenn sie gute Ansätze hatte. Wenigstens hatte Mark eine Daseinsberechtigung, was keine Selbstverständlichkeit ist. Ich wünsche mir einfach qualitativ bessere Stories mit Mark, aber bisher tat sich in dieser Richtung kaum was. Manchmal muss man sich schon fragen, wieso Eric Dane, der ein toller Schauspieler ist, zum Hauptcast stoß. Die Frage richtet sich dabei natürlich nicht an den Schauspieler, sondern an Shonda Rhimes. Ebenfalls durchschnittlich war die Story mit Addison und Alex, auch wenn sie besser als die mit Addisons Abtreibung war. Ich stehe nach wie vor der Story neutral gegenüber und habe diesbezüglich keine storytechnischen Erwartungen. Wie denn auch? Es gibt schon zwei Oberarzt/Assistenzarzt-Paare und da braucht man nicht unbedingt auch noch ein drittes Paar. Wenn die Story mehr inhaltliche Qualitäten hätte, würde ich nichts dagegen sagen. Die Chemie zwischen Addison und Alex passt durchaus schon, aber die Story macht es einem nicht möglich sich für sie zu begeistern. Naja, mal schauen, was sich in der Story noch tun wird. Die Stories mit Addison und den zwei Männern waren mir zu soaphaft und teilweise auch ziemlich langweilig und nervig. Sie waren ganz klar der Tiefpunkt der Episode.

    Quote:
    George: Why did you do the surgery once you saw that the cancer had spread?
    Bailey: George.
    George: He asked you. He asked you to do it no matter what?
    Chief: We have to honor our patients‘ wishes.
    George (to Bailey): You said you would be straight with me. (turns to Chief) He could have lived for weeks. Or months. We could have had months with him. My mom, she could have had months with him!
    Chief: He wanted to fight the cancer, George.
    George (starts crying): He didn’t know any better! You knew better! You shouldn’t have done it! You shouldn’t have done it!
    Quote:
    Chief: Dr. Bailey are you okay?
    Bailey: My son is named after his son, I just need a minute.
    Quote:
    Izzie: I’m both.
    Bailey: What?
    Izzie: I’m both. I’m a surgeon and I’m a person who becomes emotionally involved. And I will never again cross that line like I did with Denny. I have learned my lesson. But I’m still both. And I’m not gonna give up either part of me, and I’m not gonna apologize for it.
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