3×13 – Hohe Erwartungen | Great Expectations

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  • #247047
    Tryxie
    Mitglied

    Die Gerüchteküche arbeitet auf Hochtouren – mittlerweile wissen alle, dass Richard als Chef der Chirurgie in Ruhestand gehen will und die Oberärzte stehen vor seinem Büro Schlange, um sich als Nachfolger zu empfehlen. Doch Richard will eigentlich keinem den Zuschlag geben.

    Bailey will eine Gratis-Ambulanz aufmachen und sucht Unterstützung bei den Vorgesetzten. Das Geld kommt, wie soll es auch anders sein, von Izzie. Die macht sich große Sorgen um George, der den Tod seines Vaters offensichtlich durch Sexorgien mit Callie zu überwinden sucht. Vielleicht ist sie auch ein wenig eifersüchtig, dass George sich an Callie klammert.

    Aber sie lernt bei dem Fall, den sie betreut, wie wichtig es sein kann, loszulassen. Ihre Patientin Jilly hat einen unheilbaren Tumor, und eigentlich möchte sie nach Hause, in die Amisch-Gemeinde ihrer Eltern. Das ist aber nicht so leicht, weil das die Trennung von ihrer besten Freundin bedeuten würde, die von der Gemeinschaft ausgeschlossen ist. Rachel bringt das Opfer und lässt Jilly gehen.

    Und: Cristina springt über ihren eigenen Schatten und redet als erste mit Burke. Offensichtlich beeindruckt, bittet Burke Cristina, seine Frau zu werden. Und auch Callie bekommt einen Heiratsantrag – von George. Aber die beiden Frauen bleiben zunächst eine Antwort schuldig.

    Quelle: ProSieben

    #355023
    dayzd
    Mitglied

    Ausdrucksstarke und grandiose Episode. Ich könnte sie mir immer und immer wieder anschauen, vor allem weil die Mischung aus Humor und Dramatik so genial wie zu alten Zeiten war. „Great Expectations“ gehört mit Sicherheit zu den besten Episoden der dritten Season.

    George entwickelte eine merkwürdige Art mit dem Tod seines Vaters umzugehen. Er entwickelte sich zu einer Sexmaschine, was Callie nach einer Weile nicht mehr aushielt und versuchte ihm aus dem Weg zu gehen. Das Gespräch zwischen Callie und Izzie im Flur war so köstlich. Da musste ich ordentlich viel lachen. Neben dem Humor gab es auch reichlich viel Dramatik. Izzie verbrachte die ganze Zeit mit George, damit Callie sich eine kleine Auszeit nehmen konnte. Die Gespräche zwischen den beiden hatten ordentlich viel Feuer und sorgten für eine tolle Dynamik in der Episode. Am besten war der emotionale Moment, als die beiden Freunde sich lange umarmten. Drama pur. Bis dahin war die Story mit George und den beiden Frauen sehr gut, aber dann kam der Schluss, der mir nicht so gut gefiel. George sagte zwar wunderschöne Worte zu Callie, aber der Heiratsantrag war übertrieben. Ich glaube beim besten Willen nicht, dass (wenn Callie überhaupt Ja sagen sollte) die Ehe überhaupt eine Chance hat, wenn man da mal an die Vergangenheit der beiden denkt. Ständig ging es hin und her zwischen George und Callie und dann will George Callie auch noch heiraten? Keine gute Idee.

    Cristina brach das lang andauernde Schweigen, aber entschuldigte sich nicht bei Burke. Alles andere hätte mich auch gewundert. Cristina bewies in dieser Sequenz, dass sie sich enorm weiter entwickelte, wenn man mal bedenkt, wie sie in Season 1 und 2 war. Sehr beachtlich. Ich bin nach wie vor hellauf begeistert von der charakterlichen Entwicklung von Cristina. Dass Burke ihr einen Heiratsantrag machte, überraschte mich sehr. Die beiden sollen schließlich erst mal ihre Beziehung in den Griff kriegen, bevor sie ans Heiraten denken. Grundsätzlich kann ich mir eine Ehe zwischen beiden gut vorstellen, aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt.

    Beide Heiratsanträge erzeugten bei mir keine großen Freudensprünge. Wie denn auch? Bei George und Callie kann das niemals was werden. Das sieht man jetzt schon. Bei Burke und Cristina stehen die Chancen zwar um einiges besser, aber auch da gibt es noch beziehungstechnische Probleme zu bewältigen. Mal gespannt, wie Callie und Cristina sich entscheiden werden.

    Höchstamüsant war die Jagd auf den Klinikchefposten. So viel gelacht habe ich schon lange nicht mehr bei Grey’s Anatomy. Burke, Derek, Addison und Mark wollten sich für den Posten bewerben und gerieten aneinander. Sie verhielten sich alle wie kleine Kinder, was für viel Unterhaltung und Spaß sorgte. Schön war die Sequenz, in der die vier Oberärzte auf dem Boden saßen und über den Posten diskutierten. So ein Bild sieht man nicht oft. Wie Mark auf die Idee kam, dass er gute Chancen auf den Posten hätte, waren mir schleierhaft. Auch seine Kündigung ließ mich kalt, weil man genau wusste, dass es nicht soweit kommen würde. Schön war zu hören, dass Webber sich Bailey für den Posten des Klinikchefs wünschte, aber Bailey hatte laut ihm noch nicht genügend Erfahrungen um seinen Platz einnehmen zu können.

    Bailey setzte sich für eine kostenlose Ambulanz innerhalb des Seattle Grace Hospital ein, um unnötige Operationen und Todesfälle zu vermeiden und mehr Vorsorgeuntersuchungen für arme Menschen zu ermöglichen. Ihr Enthusiasmus und Kraft für dieses Projekt waren bewunderswert. Besonders klasse war ihre Standpauke gegenüber ihren Kollegen. Derek, Burke, Addison und Mark konnten sich schlecht gegen Bailey wehren und unterschrieben mehr oder weniger widerwillig. Wenigstens bekam Bailey, was sie wollte. Toll war auch, dass Izzie ihr Geld in Baileys Projekt stecken will, was Miranda verständlicherweise rührte.

    Der kleine Streit und vor allem die Versöhnung zwischen Derek und Meredith waren richtig knuffelig. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Traurig war, dass Richard zu seiner Frau zurückkehrte und erkannte, dass sie ihr Leben bereits ohne ihn weiterlebte. Was hätte Adele auch sonst machen sollen? Sie wartete schließlich Ewigkeiten auf ihn und jetzt hatte die Frau die Schnauze voll. Was wird Richard nun tun? Überraschend gut war die Story mit Alex und Addison, auch wenn ich es nicht für möglich gehalten hätte. Alex sagte Addison, dass er überhaupt kein Interesse an ihr hat und „nur“ bei ihren Operationen assistieren will. Sehr schön und auch witzig zugleich waren die Sequenzen mit Cristina und Callie.

    Zum ersten Mal seit langem konnte mich eine Patientenstory vollstens überzeugen und begeistern. Anfangs war die Story mit der krebskranken Lilly und ihrer besten Freundin Rachel ganz okay, aber mehr auch nicht. Als sich schließlich herausstellte, dass die beiden Mädchen früher in einer Amish-Gemeinde lebten und Lillys Eltern zu Besuch kamen, drehte sich die Story im positiven Sinne um 180 Grad. Auch der Schluss bewegte mich sehr, als Rachel ihre Freundin gehen ließ. Die Thematik mit den Amish war sehr erfrischend neu und irgendwie auch einzigartig. Sowas sieht man nicht in jeder Serie. Deswegen gefiel mir die Story auch sehr gut.

    Quote:
    Izzie: How’s your clinic going?
    Bailey: Got my signatures. It’s a start. The Seattle Grace Free Clinic will exist.
    Izzie: The Denny Duquette Memorial Clinic.
    Bailey: What?
    Izzie: I have eight million dollars.
    Bailey: Izzie Stevens… (Izzie smiles)
    Quote:
    Addison (sighs): I kissed Karev.
    Callie (tiredly): George has become a sex machine.
    Quote:
    Meredith (closing voiceover): We all think we’re going to be great. And we feel a little bit robbed when our expectations aren’t met. But sometimes, our expectations sell us short. Sometimes the expected simply pales in comparison to the unexpected. You gotta wonder why we cling to our expectations because the expected is just what keeps us steady, standing, still. The expected’s just the beginning. The unexpected is what changes our lives.
    Quote:
    Izzie: I’m sorry.
    George: Why–? I’m angry. What’s wrong with having a lot of sex if it makes me feel better?
    Izzie: Do you.. feel better?
    George: You know how you felt when you were lying on the bathroom floor?
    Izzie: Maybe you’re not supposed to feel better.
    George: Iz, you can’t help me. I know you want to but you can’t. You can’t help me.
    Izzie: I have to let you go.
    George: Yeah.
    Izzie (tearfully): Just one last thing. (she hugs him) Life is short, George. Life is short and it sucks a lot of the time. If being with Callie makes you happy, then go be with Callie.
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