Das verblüffende Finale der ‚Sopranos‘

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    Randy Taylor
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    In den USA sorgt derzeit „Made in America“, die letzte Folge von „Die Sopranos“, für heftige Diksussionen. Sowohl für Fans der HBO-Serie als auch für Autoren anderer TV-Serien war das am Sonntag gezeigte Finale bzw. das allerletzte „Bild“ eine ziemliche Überraschung.

    Im Folgenden kein Spoiler, sondern lediglich einige Reaktionen auf das verblüffende Ende eines Fernsehklassiker nach acht Jahren, 86 Folgen und 18 Emmy Awards.

    Vorneweg: David Chase, Schöpfer der „Sopranos“, hat sich vor Ausstrahlung des Finales bei HBO nach Frankreich verabschiedet. Anfragen zum Ende seines TV-Klassikers wolle und werde er nicht beantworten. Alle Autoren und Produzenten wurden von ihm angewiesen, keinerlei Informationen weiterzugeben, warum man sich für einen Schluss dieser Art („New York Times“: „ein perfekt unperfektes Finish“ mit einer beinahe grausamen Spannung in der letzten Szene) entschieden habe.

    Damon Lindelof, Mit-Erfinder der ABC-Serie „Lost“ zum Finale der „Sopranos“: „Ich habe jede Folge der Serie gesehen. Meiner Meinung nach war das Ende absolut perfekt.“ Im entscheidenden Moment habe er seinen seinen Augen nicht getraut und nachgeschaut, ob eventuell mit seinem Festplattenrecorder etwas nicht in Ordnung sei … Nach der letzten Szene sei er ins Bett gegangen und habe zwei Stunden über den Schluss nachgedacht. „Und ich fand ihn einfach großartig. Alles, was in ‚Der Pate III‘ nicht gelungen ist, hat hier geklappt.“

    „Sprachlos“ beschrieb Doug Ellin, Erfinder der HBO-Erfolgsserie „Entourage“, seinen Zustand angesichts des Finales. Er sei sich sicher, dass es über diesen Geniestreich von David Chase jede Menge hitzige Diskussionen geben werde.

    Für David Shore, Erfinder der Fox-Serie „Dr. House“ war die Entscheidung von Chase, das Serienende nicht zu diskutieren, das strategische Tüpfelchen auf dem I: „Er will offenbar, dass wir Mutmaßungen anstellen, was es bedeutet. Und ganz offenbar ist es genau das, was wir tun.“

    Laut David Milch („NYPD Blue“, „Deadwood“), ebenfalls voller Hochachtung für das Ende der „Sopranos“, war für Chase offensichtlich die Frage, ob man die Erwartungen der Zuschauer erfüllen oder der Dynamik und den Charakteren der Serie treu bleiben wolle. Chase habe sich für Letzteres entschieden.

    Und Chuck Lorres (u.a. Produzent von „Roseanne“, „Cybill“ und „Dharma & Greg“) Reaktion war laut „New York Times“ amüsiert, aber nicht ohne Bewunderung. „Das hat man davon, wenn man einen Autor tun lässt, was er will.“
    Quelle: www-wunschliste.de

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