Desozialisierung der Bundys

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    Na ja, die Frauen werden ja nun auch nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Ein blondes Dummchen das mit jedem ins Bett geht, eine stinkfaule, schadenfrohe Ehefrau und eine komplexbeladene Feministin mit kleinen Titten. Aber als frauenfeindlich würde ich die Serie auch nicht ansehen. Sie zieht einfach gnadenlos alles und jeden durch den Kakao – auch die Männer, die in vielen Episoden ja als absolute Volldeppen hingestellt werden. Man denke da nur an die Folge, in der Al mit seinen Kumpels die Satellitenschüssel auf dem Dach installiert, während ihre Ehefrauen wetten, welcher Mann als nächstes vom Dach fällt. Die Charaktere sind einfach allesamt maßlos überzeichnete Karikaturen. Das ist in den frühen Folgen scheinbar noch nicht so. Da ist immerhin noch eine gewisse Ähnlichkeit zu normalen Familiensitcoms erkennbar. Auf mich, dem diese Folgen bisher nicht bekannt waren, wirkt das einerseits seltsam, andererseits aber auch irgendwie angenehm erfrischend. In den älteren Folgen ist mir manchmal zu viel billiger Klamauk.
    Vielleicht wurde die Sendung auch deshalb so radikal und maßlos, um sie von anderen Sitcoms abzusetzen und ihr Einzigartigkeit zu verleihen.

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